Influenza - Ein ständiger Wettlauf...
Obwohl das Immunsystem über effektive Verteidungsmechanismen gegen Viren besitzt, wird durch die hohe Mutationsrate der Virusoberfläche das Virus nicht oder zu spät erkannt. Durch zyklisch auftretende Veränderung der Oberfläche der Influenza-Viren (Grippe) ist ein dauerhafter Impfschutz nicht möglich. So ist die Erforschung und Herstellung von Impfstoffen ein ständiger Wettlauf gegen immer wieder neu auftretende Varianten der Grippe. Durch die rasche Isolierung des Erregers können abgetöteten Viren oder Oberflächenbestandteile mit dem menschlichen Immunsystem in Kontakt gebracht werden. Durch diese Einschulung, wird dem Immunsystem genügend Zeit gegeben, den Feind gefahrlos kennenzulernen, um ihn dann im Ernstfall schnell erkennen und bekämpfen zu können. Dadurch ist man einer möglichen Pandemie (Spanisches Grippevirus H1N1: >40 Millionen Tote 1918) immer einen Schritt voraus...
Virale Abwehrmechanismen der Zelle (fachlich zum Bild): MHC-Rezeptoren auf der Zelloberfläche präsentieren den Immunzellen (z.B NK-Zellen) abgebaute „Nahrungs“bestandteile. Wird dabei ein Antigen erkannt, wird die Zelle, die das Virus beherbergt, zerstört (durch Toxine oder erzwungener Selbstmord der Zelle (Apoptose)). Ein weiterer viraler Abwehrmechanismus beinhaltet den Abbau der von Viren eingeschleuster Erbinformation (RNA) durch RNasen (DICER-Komplex, Markierung und Feedback durch RISC). Influenza: Zugang des Inhaltes der Virenpartikel in die Zielzelle durch Verschmelzung der Virenmembran mit der Zellmembran mediiert durch die viralen Oberflächenproteine Hemagglutinin und Neuraminidase (H/N-Klassifizierung). (Cinema4D)